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Mehrwertsteuer Polen: bdo erreicht Bürokratieabbau in Polen

16.08.2011

Der bürokratische Aufwand für Busunternehmer aus Deutschland wird bei Reisen nach Polen zukünftig einfacher. Nach Intervention des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo) war das östliche Nachbarland bereit, Teile der Mehrwertsteuererhebung zu vereinfachen. Besonders Unternehmen, welche selten nach Polen fahren profitieren hiervon.

"Polen ist ein wichtiges Reiseland für die Deutsche Busbranche. Gleichzeitig profitieren die polnischen Destinationen natürlich von den Ausgaben der deutschen Touristen. Damit diese gute Zusammenarbeit nicht leidet war die Vereinfachung wichtig" so bdo Präsident Wolfgang Steinbrück zur erfreulichen Ankündigung von Jan Wawrzyniak, Direktor des Polnischen Fremdenverkehrsamtes.

Die polnische Mehrwertsteuernovelle von Juli 2010 hatte zahlreiche Probleme mit sich gebracht, da das hierin vorgesehene Verfahren zur Anmeldung enorm aufwendig und damit auch kostspielig ist. Der bdo und seine Landesverbände hatten dies massiv kritisiert und sich für die Beseitigung der Probleme bei der Mehrwertsteuererhebung eingesetzt. Nun hat das polnische Parlament entsprechende Änderungen verabschiedet, nachdem sich Busunternehmer die im Gelegenheitsverkehr tätig sind in einem vereinfachten Verfahren anmelden können und somit den grenzüberschreitenden Verkehr wieder erleichtert.

Voraussetzung für die Anwendung des vereinfachten Verfahrens ist, dass der Busunternehmer keine Umsatzsteuer-Verrechnung in Polen beabsichtigt und auch keine Steuer-Rückzahlung beantragt. Gerade bei seltenen Fahrten nach Polen ist dies für die Unternehmen günstiger. Auf einem einfachen elektronischen Weg können dann ab 1. Januar 2012 per Online-Registrierung die notwendigen Informationen über das Unternehmen an das Finanzamt in Warschau gesendet werden. Quartalsmäßig erfolgt so die elektronische Steuererklärung auf Basis der in Polen erbrachten Dienstleistungen.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



Mehrwertsteuer Polen: bdo kooperiert mit Steuerbüro

12.04.2011

Da es in Polen zu ersten Kontrollen gekommen ist, sollten Busunternehmen, die nach Polen einfahren wollen, die Registrierung zur Mehrwertsteuer beim Finanzamt Warschau II vornehmen. Neben der Clearingstelle der IGP bieten auch einige Steuerberatungsgesellschaften ihre Dienste an. Diese betreffen neben der Registrierung meist auch die Hilfe bei der Erfüllung der steuerlichen Pflichten.

Der bdo hat mit dem Steuerbüro Dr. Koerner International GmbH eine Kooperation vereinbart, die den Mitgliedern der bdo-Landesverbände auf Nachweis besondere Konditionen einräumt. Der Leistungsumfang beinhaltet die Registrierung inklusive der nötigen Übersetzungsarbeiten, die Aufbereitung der Unterlagen, das Einholen der amtlichen Beglaubigungen und erforderlichen Übersetzungen sowie die Einreichung beim Finanzamt II in Warschau.

Für die Zeit zwischen Versand der Registrierungsunterlagen und Zuteilung der Steuernummer erhält der Mandant eine in Polnisch geschriebene Bestätigung über die erfolgte Registrierung, die im Bus mitgeführt werden kann. Nach Zuteilung der Steuernummer werden die Mandanten an die rechtzeitige Abgabe der Steuererklärung erinnert. Die Kooperation umfasst zudem die fristgerechte Einreichung der Steuererklärungen beim Finanzamt und die Erledigung des anfallenden Schriftverkehrs sowie die Bereitstellung von Informationen über Steueränderungen.

Die im Rahmen der Kooperation vereinbarten Sonderpreise können auch für die Betreuung in einigen weiteren steuerlichen Angelegenheiten in Anspruch genommen werden.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



Mehrwertsteuernovelle Polen

02.12.2010

Das neue Mehrwertsteuersystem Polens für ausländische Busunternehmer ist so kompliziert, verwaltungsaufwendig und teuer, dass es viele Busreiseveranstalter in Europa bereits dazu veranlasst hat, Polen aus ihrer Angebotspalette zu streichen. Das dürfte den polnischen Tourismussektor empfindlich treffen. Mit seinem jüngsten Schreiben hat der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) nun an das polnische Fremdenverkehrsamt appelliert, sich gemeinsam mit der Busbranche für eine Vereinfachung der Steuerprozedur in Polen einzusetzen.

Die novellierte Steuerregistrierung geht auf ein Urteil des europäischen Gerichtshofes im Mai 2010 zurück und ersetzt die bisher zu zahlende Personenbeförderungssteuer. An der Grenze waren bisher 20 PLN (ca. 5,-€) pro Person zu bezahlen, egal wohin die Reise führte. Mit der Änderung des Gesetzes, die das System an das der anderen EU-Länder angleicht, wurde nun der Bezug zur gefahrenen Kilometerleistung in Polen hergestellt. Busunternehmen ohne Sitz in Polen müssen sich daher beim Finanzamt Warschau Mitte zur Steuer anmelden.

Unüberwindbare Barrieren zur Mehrwertsteuerzahlung in Polen stellen für die ausländischen Busunternehmer derzeit die Korrespondenz mit dem Finanzamt in polnischer Sprache, die Vielzahl an geforderten Formularen und vereidigten Übersetzungen sowie die Eröffnung eines polnischen Bankkontos dar.

Vor dem Hintergrund, dass 30 Prozent der Polen-Touristen mit dem Bus nach Polen reisen, wird eine Erklärung der Regelungen zum Gelegenheitsverkehr für ausländische EU-Busunternehmer sowie Informationen zum Datum des In-Kraft-Tretens und der Durchsetzung der zukünftigen Gesetze erwartet. Hinzu kommt die Forderung nach einer wohlwollenden Prüfung der Bedenken und Anliegen durch die polnischen Behörden.

Der bdo wird sich in der kommenden Woche mit weiteren Ansprechpartnern und Fürsprechern in Polen treffen. Neben eines Treffens mit dem polnischen Verkehrsministerium und der polnischen Verbände in Krakau, steht ein Treffen in Warschau an. Im Namen aller europäischen Verbände wird sich der bdo, zusammen mit seinem internationalen Dachverband International Road Transport Union (IRU), im Finanzamt in Warschau für eine Vereinfachung der bisherigen Regelungen einsetzen.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



Auf Nachfrage beim "Bund der Omnibusunternehmer" - bdo - bekam ich folgendes Statement.

31.08.2009



Sehr geehrter Herr Jeschke,

Die Personenbeförderungssteuer in Polen ist leider nach wie vor zu zahlen. Wir hatten wiederholt in Polen angefragt, ob sich an der Praxis der pauschalen "Kopfsteuer" bereits etwas geändert hat, was verneint wurde.

Auf EU-Ebene ist bislang noch nichts entschieden. Da der bdo selbst im Jahr 2007 Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen die Personenbeförderungssteuer in Polen erhoben hat, gehen wir davon aus, daß wir informiert werden, wenn es eine Entscheidung gibt. Die Europäische Kommission hat Polen dann im Juni 2008 förmlich aufgefordert, seine nationalen Mehrwertsteuerregelungen mit EU-Recht in Einklang zu bringen. Da dies seitens Polen nicht geschehen ist, wurde nun am 14. Mai 2009 Klage vor dem Europäischen Gerichtshof eingeleitet. Bislang ohne Entscheidung! Eine Antwort auf eine eventuelle Rückzahlung ist sicherlich auch dann erst zu finden. Hier muß aber beachtet werden, daß in jedem Fall eine Umsatzsteuer in Polen zu zahlen ist, welche dann lediglich anders berechnet wird.

Die Anfragen zur Abschaffung der PBSt häufen sich bei uns. Sicherlich ist es auch nur eine Sache von Zeit bis dies passieren wird. Aber bis dahin kann ich Ihnen nichts Gegenteiliges berichten.

Mit freundlichen Grüßen

bdo / 31.08.2009

Ich werde diesbezüglich die Situation beobachten, und hier veröffentlichen!




Quelle: www.bdo-online.de

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©2005-2017 Frank Jeschke / Infoseite für Reisebusfahrer

Erstellt am:
  28.05.2005
Letzte Aktualisierung:
  06.07.2017 20:40:36