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Verkauf von Getränken und Imbiß im Reisebus

Wie macht man es nun richtig?

Das ist natürlich eine gute Frage und auch in den verschiedensten Foren gibt es da kontroverse Meinungen und Erfahrungen. Ich fang mal mit der weniger gebräuchlichen Methode in Unternehmen an. (Das Folgende ist keine Rechtsauskunft, sondern eigene Erfahrung!)

  1. Dein Chef organisiert diesen Verkauf:
  2. Er kauft die Getränke usw. ein und Du verkaufst sie für ihn. In der Regel bekommst du dafür Provision(zwischen 10 & 15%). Das heißt, er beteiligt Dich am Umsatz. Da ist, ehrlich gesagt, nichts zu verdienen(Für den Chef aber auch nicht!). Daher haben sich die meisten Unternehmer diese Methode des Kundenservice in die eigene Tasche, abgewöhnt und in unsere Hände übergeben. Solltest Du aber einen solchen Chef haben, dann brauchst Du eine Kopie seiner Gewerbeerlaubnis. Die kannst Du dann bei den immer mehr werdenden Kontrollen vorzeigen, wenn gefragt. Wenn er die nicht hat, dann würde ich auch nichts verkaufen!

  3. Du organisierst Einkauf und Verkauf selbst:
  4. Daher vermarktest Du deine Artikel auch ganz anders. Bordkarten oder Wert-Bons sind nur ein Beispiel. Deine Partnerin als Stewardeß ist dann schon die 5*****Klasse. Aber dann klappt's auch mit den Fahrgästen. In diesem Fall solltest Du aber selbst einen Gewerbeschein haben. Ausgestellt auf den "Verkauf von Getränken und Imbiß im Reisebus". Da bist Du immer auf der sicheren Seite. Zu bekommen beim Gewerbeamt Deiner Gemeinde oder Stadt. Sollte Dir jemand einreden wollen, daß Du eine Schankerlaubnis brauchst, dann verweise ihn oder sie auf den §25 GastG. Da steht es geschrieben, daß das nicht für den Reisebus gilt. Das wissen nicht mal alle Beamten der BAG oder Polizei!

  5. Zum Thema Gewerbeschein im Reisebus:
  6. Wenn Du den Gewerbeschein hast, meldet dies das Gewerbeamt automatisch ans Finanzamt(FA) und IHK. Bei der IHK kannst Du gleich antworten, daß Du weit unter dem beitragspflichtigen Mindestumsatz liegst und daher keinen Beitrag zahlen brauchst. Etwas später wird sich vielleicht auch der zuständige Abfallentsorger melden, um Dir einen Abfallkübel in den Bus zu stellen. Ich hab sie daraufhin gefragt, ob sie schon mal einen Reisebus mit Abfallkübel gesehen hätten? Mag auch sein, daß das in anderen Kommunen anders gehandhabt wird. Soweit nur meine Erfahrungen.

    Bei Deiner Steuererklärung suchst Du Dir die Eintragungen im Umsatzsteuerformular für Kleinstgewerbe nach §19 UStG und trägst Deine Umsätze hier ein. Das sind nur 2 Zeilen. Da brauchst Du den ganzen Papierkram mit der Einnahme-Überschußrechnung nicht machen. Laß das auch Deinen Steuerberater wissen, sonst bist Du die nächsten 5 Jahre daran gebunden! Du brauchst Dich auch mit der Umsatz- oder Vorsteuer nicht herumschlagen, bekommst aber im Bedarfsfall auch keine zurück. Genaueres kannst du über diesen Link beim BMWi nachlesen

  7. Verhalten im Ausland(aber auch bei uns):
  8. Wie schon auf meiner Seite "Alkoholausschank im Reisebus" erwähnt, gebietet es die Fairness anderen Gewerbetreibenden gegenüber, z.B. Restaurants oder Raststätten egal wo, daß man sich nicht davor stellt und seine Würstchen verkauft! Dafür bedarf es ansich keines Gesetzes, um solche Selbstverständlichkeiten zu achten. In vielen Ländern mußte das wahrscheinlich gesetzlich geregelt werden und das zieht empfindliche Strafen nach sich. Beispiel Italien: Wer dort an einer Raststätte die Fahrgäste aus dem Bus versorgt und diese dann auf dem Parkplatz mit Würstchen und Kaffee herumlaufen, darf damit rechnen, daß der Betreiber die "Guardia di Finanza" anruft. Mich hat das damals 250,- DM gekostet. Dazu kommt noch, das Du Deine Pause nachholen mußt, denn "Kaffee verkaufen" ist keine "Pause"! Darüber solltest Du auch Deine Fahrgäste aufklären. Die Kontrolleure fragen so ganz nebenbei auch die Fahrgäste, ob der Kaffee z.B. bei der letzten Pause geschmeckt hat. Ergo: Du hast keine Pause gemacht. Das folgende Prozedere kannst Du Dir dann vorstellen!

    Solltest Du in Italien außerhalb der "Autostrada" in einem Lokal zum Essen sein(mit Fahrgästen), dann laß dir, auch wenn du das Essen frei hattest, einen "0-Bon" geben! Die meisten Betreiber wissen das und legen dir diesen Bon schon ungefragt hin. Wirst Du auf den nächsten 400m nach dem Lokal kontrolliert - von wem, ist klar - hast Du ohne Bon Schwierigkeiten! Warum das so ist, ist mir unklar, es kann aber kontrolliert werden.(Eigene Erfahrung)

©Reisebus - Infoseite / Eigene Recherche



Befreundete oder empfehlenswerte Link's



©2005-2017 Frank Jeschke / Infoseite für Reisebusfahrer


Erstellt am:
  28.05.2005
Letzte Aktualisierung:
  31.08.2017 16:16:49