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12.06.2014



Bericht der EU-Kommission über die Anwendung der 12-Tage-Regelung

Endlich ist es raus! Aber zufrieden kann man nicht sein. Es ist einfach nicht möglich, die Verantwortlichen der EU davon zu überzeugen, daß sie mit der momentanen 12-Tage-Regelung "Bullshit" gebaut haben. Mit der Streichung der alten 12 Tage-Regelung zeigt sich einmal mehr, daß sich die EU-Kommission in Dinge einmischt, von denen sie nichts versteht. Das ist, wie bei der Reglementierung der "Gurkenkrümmung"!

"Leider ist es mit der Einführung der "modifizierten" 12-Tage-Regelung nicht besser geworden, da die Anwendung der 12-Tage-Regelung an so viele unsinnige Voraussetzungen knüpft, dass davon in der Praxis kaum Gebrauch gemacht wird. Das Problem ist aber, dass uns die Abgeordneten in Brüssel sagen, wir sollen doch froh sein, dass wir die 12-Tage-Regelung wiederhaben.", so war es in einem Statement des bdo zu erfahren.

Zum Schluß hieß es vom bdo noch: "... es hat ja leider den Anschein, dass sich die Damen und Herren, die so zahlreich bei der Kommission in Brüssel arbeiten, von den Verhältnissen auf der Straße, über die sie gern bestimmen wollen, nicht sehr viel Ahnung haben." Da kommt man nur zu dem Schluß: Der EU-Rat ist ein Rat, der selbst keinen Rat annimmt!

www.fris.de.vu



06.02.2013



bdo hält Rückkehr zu alter 12-Tage-Regelung für möglich

Der bdo unterstützt gemeinsam mit dem Weltverband IRU ausdrücklich den Vorschlag aus dem Europäischen Parlament, die derzeit bestehende 12-Tage-Ausnahmevorschrift für den internationalen Busreiseverkehr in der EU im Rahmen der Änderungen der Regelungen zum digitalen Tachographen zu verbessern. Der Spitzenverband des privaten Busgewerbes sieht die Chance für erhebliche Vereinfachungen für die Bustouristik. Die jetzt noch geltenden Regelungen stellen eine für Fahrgäste und Unternehmen unnötige Belastung dar und bremsen den Bus als umweltfreundliches Verkehrsmittel im Reiseverkehr unnötigerweise aus.

Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo, führt dazu aus: "Der im Europaparlament diskutierte Vorschlag bietet Reisenden mehr Flexibilität und führt zu weniger Bürokratie. Zudem hat bis zum heutigen Tag noch kein Tourist verstanden, warum er mit dem Bus 12 Tage in die Toskana oder bis nach Portugal fahren darf, aber die Busreise in den Bayerischen Wald nach 6 Tagen erst einmal beendet werden muss. Diese Form der Inländerdiskriminierung hat jedenfalls mit Verkehrssicherheit nichts zu tun."

Unmittelbar vor der Fortsetzung der Gespräche zwischen der Europäischen Kommission, dem Europarat und dem Europäischen Parlament, des sogenannten Trilog, über die Änderung der Regelungen zum digitalen Tachographen fordert der bdo die Europäischen Institutionen auf, dem aktuellen Vorschlag des Europaparlaments zur Verbesserung der 12-Tage-Regelung, so wie er im vergangenen Juli als Teil der beabsichtigten Neuregelung der EU Verordnung 3821/85/EC zum digitalen Tachographen aufgenommen wurde, zu unterstützen.

Der bdo Präsident und Yves Maennerts, Vize-Präsident der IRU, sind sich einig: "Unser Einsatz für eine kunden- und branchenfreundliche 12-Tage-Regelung ist nicht lediglich von symbolischer Natur. Unser Einsatz zeigt Wirkung und ist vielmehr eine Frage des wirtschaftlichen Überlebens für tausende kleiner Reiseziele und Busunternehmen in ganz Europa. Wir fordern von den Europäischen Institutionen, dass diese uns einen angemessenen und zweckdienlichen Rechtsrahmen schaffen, welcher es uns ermöglicht, unseren Buskunden die Dienstleistungen anzubieten, die sie von uns erwarten. Dabei ist für uns, als Betreiber des sichersten Verkehrsmittels auf der Straße, ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit selbstverständlich."

Aktuell kamen bei der IRU die Rechtsexperten der Mitgliedsverbände zusammen, um den aktuellen Stand zu diskutieren und das weitere koordinierte Vorgehen zu besprechen. Für Deutschland nahmen Anja Ludwig, Leiterin Recht, und Tobias Kothy, Referent Recht, an den Erörterungen teil. Anja Ludwig sieht den Kurs des bdo bestätigt: "Unsere Vorschläge sind mehrheitsfähig und zukunftsweisend."

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



04.07.2012



Lenk- und Ruhezeiten.
EU-Parlament stimmt für Verbesserungen bei den Sozialvorschriften

Am 03. Juli hat das Europäische Parlament (EP) über den Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zur Einführung eines neuen digitalen Kontrollgeräts abgestimmt und dabei auch viele wichtige Schritte hin zu eigenständigen Sozialvorschriften für den Personenverkehr unternommen. Die Änderungsanträge zu dringend notwendigen Verbesserungen bei den Lenk- und Ruhezeiten wurden nach zahlreichen und intensiven Gesprächen des bdo und seiner Landesverbände in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht und werden die Rahmenbedingungen, insbesondere im Reiseverkehr, zukünftig nachhaltig verbessern.

Die Abgeordneten haben erkannt wie notwendig eigenständige und verbesserte Sozialvorschriften für den Personenverkehr sind. Dies zeigt die Tatsache, dass sie das Thema jetzt im Zusammenhang mit dem Digitalen Kontrollgerät aufgegriffen haben und nicht abwarten wollen bis die EU-Kommission die Initiative ergreift.

Die Pausenregelung wird flexibilisiert. Demnach "hat ein Fahrer, der im Personenverkehr eingesetzt ist, nach einer Lenkdauer von viereinhalb Stunden eine Pause von wenigstens 45 Minuten einzulegen. Diese Unterbrechung kann durch mehrere Unterbrechungen von jeweils mindestens 15 Minuten ersetzt werden." Vorher war eine Aufteilung nur in zwei Blöcken von 15 und 30 Minuten möglich.

Von überragender Bedeutung für die Branche sind die erreichten Verbesserungen der Zwölf-Tage-Regelung. Unsinnige Einschnitte und Benachteiligungen wurden zurückgenommen. Busfahrern ist es wieder möglich "die wöchentliche Ruhezeit auf bis zu 12 aufeinander folgende 24-Stunden-Zeiträume nach einer vorhergehenden regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit unter folgenden Voraussetzungen zu verschieben: a) nach der Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung nimmt der Fahrer eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit; b) innerhalb eines Zeitraums von vier Wochen sind insgesamt 140 Stunden Wochenruhezeit einzuhalten." Im Klartext heißt das, dass zwölftägige Reisen auch mit wechselnden Gruppen wieder möglich sind und es zur Inanspruchnahme der Regelung keines Aufenthaltes mehr von mindestens 24 Stunden im Ausland bedarf.

Der bdo hatte die Benachteiligung des innerdeutschen Tourismus lange angemahnt und für eine entsprechende Anwendbarkeit der 12-Tage-Regelung auch auf den rein nationalen Gelegenheitsverkehr gekämpft.

Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo, hierzu: "Unser Einsatz für die Bustouristik hat Früchte getragen und darauf können wir Stolz sein. Nach solchen Etappenzielen lehnen wir uns aber nicht zurück, sondern machen weiter Druck, um die Unternehmen in der Touristik von unsinnigen Gängeleien durch den Gesetzgeber zu befreien."

Der im Vorfeld zu dieser wichtigen Sitzung vielfach kolportierte "Neun-Stunden-Arbeitstag" war hingegen kein inhaltliches Thema des Parlaments. Es war nie das Ziel, den Arbeitstag auf neun Stunden zu begrenzen. Die Aufregung ergab sich lediglich aus der deutschen Übersetzung von "daily work period". Im Englischen bezieht sich dies auf die reine Arbeitszeit (Lenkzeit) und wurde fälschlicherweise mit Arbeitstag übersetzt, was im deutschsprachigen Raum zu berechtigter Sorge führte. Mit der korrigierten und klareren Übersetzung wurde diese ausgemerzt. Hier konnte der bdo allerdings schon lange entspannt sein, da dies bereits im August 2011 auf Anfrage durch die Kommission gegenüber dem bdo klargestellt wurde.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



01.06.2010



Neue 12-Tage-Regelung seit 4. Juni in Kraft

Ab 4. Juni 2010 gilt die neue modifizierte "12-Tage-Regelung" im Rahmen der Lenk- und Ruhezeitenverordnung. Busunternehmen können ab diesem Zeitpunkt im Ausland wieder internationale Rundfahrten von bis zu 12 Tagen mit einem Fahrer durchführen. Auch für Inlandsreisen sollten flexiblere Regelungen gelten - das fordert der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer.

Der Wegfall der alten 12-Tage-Regelung hatte viele Busunternehmen vor gravierende Herausforderungen gestellt: Mit in Kraft treten neuer einheitlicher EG-Sozialvorschriften im April 2007 galten für den Bus Regelungen, die ursprünglich für den LKW konzipiert waren. Die Durchführung längerer Urlaubsreisen war seither mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden, die am Markt kaum umgesetzt werden konnten. Touristische Leistungsangebote gingen zurück, Umsatzausfälle für die Busunternehmen, aber auch für die touristischen Zielgebiete waren die Folge. Busfahrer mussten ihre Ruhetage unterwegs verbringen und konnte diese nicht mehr zu Hause bei ihren Familien in Anspruch nehmen.

Der bdo hat daraufhin gemeinsam mit europäischen Partnerverbänden in Brüssel auf eine Revision gedrängt. Untersuchungen verdeutlichten die negativen Auswirkungen des Wegfalls der alten 12-Tage-Regelung. Für die Belange der Busunternehmen und des Fahrpersonals konnte nach zahllosen Gesprächen eine fraktionsübergreifende Unterstützung gewonnen werden. So beschlossen das Europäische Parlament und der Ministerrat für den Personenverkehr die Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung – wenn auch nur eingeschränkt.

Damit können Busunternehmen die neue 12-Tage-Regelung nur dann in Anspruch nehmen, wenn ein "Auslandsaufenthalt" von mindestens 24 Stunden in den Reiseablauf eingebaut wird. Diese Regelung ist für die vielen längeren "innerdeutschen Busreisen" nicht akzeptabel. Für den bdo kann die neue Regelung deshalb nur ein erster Schritt sein, auf dem Weg zu neuen speziellen Sozialvorschriften für den Reisebus. Vielmehr hat sie nur Gültigkeit für grenzüberschreitende Busreisen, die ins Ausland führen. Der bdo hält die Bedingung, dass der Dienst an mindestens 24 aufeinander folgenden Stunden in einem anderen Mitgliedsstaat anfallen muss, für nicht gerechtfertigt.

"Die restriktive Inlandsregelung schränkt nicht nur die Busunternehmen unverhältnismäßig stark ein, sondern geht auch an den Bedürfnissen der Bustouristen, die längere Reisen im Inland unternehmen wollen, vorbei. Es ist eindeutig: Die eingeschränkte Anwendung der 12-Tage-Regelung schadet ganz besonders dem Tourismusstandort Deutschland, denn die favorisierten Reiseziele des Bustourismus liegen im Inland", so der bdo.

Aus diesem Grund wiederholt der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer seine Forderung nach einer generell flexibleren Lenk- und Ruhezeitenregelung für Busfahrer. "Unser Ziel ist weiterhin, eine umfassende, gesonderte Regelung der Tätigkeit der Busfahrer zu erreichen, da es für die Fahrer im Personenverkehr andere Arbeitsbedingungen als im Güterverkehr gibt," so der bdo.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



16.11.2009



Neue 12-Tage-Regelung ab 4. Juni 2010

Mit der Veröffentlichung am 14. November 2009 im Amtsblatt der Europäischen Union erhalten die Busunternehmer Planungssicherheit: Ab dem 4. Juni 2010 gilt die neue modifizierte 12-Tage-Regelung im Rahmen der Lenk- und Ruhezeitenverordnung.

"bdo und RDA sind erleichtert darüber, dass die Busunternehmen nunmehr wieder internationale Rundfahrten von bis zu 12 Tagen mit einem Fahrer durchführen können." So die Präsidenten von RDA und bdo, Richard Eberhardt und Wolfgang Steinbrück.

Mit in Kraft treten neuer einheitlicher EG-Sozialvorschriften im April 2007 war der Bus buchstäblich unter die Räder des LKW geraten, für den die neuen Regelungen konzipiert waren. Insbesondere der Wegfall der 12-Tage-Regelung bereitete vielen Busunternehmen gravierende Probleme. Neben einem Verlust der Flexibilität gingen touristische Leistungsangebote zurück, die Umsatzausfälle für die Busunternehmen und die touristischen Zielgebiete zur Folge haben. Die Durchführung längerer Urlaubsreisen war mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden, die am Markt kaum umgesetzt werden konnten. Gerade auch für das Fahrpersonal hatte sich die Situation drastisch verschlechtert: Die Busfahrer wurden gezwungen ihre Ruhetage unterwegs und nicht wie früher zu Hause bei ihren Familien zu nehmen. Hinzu kamen Einkommensverluste von mehreren hundert Euro monatlich.

Der Zug ist abgefahren hieß es, als RDA und bdo unverzüglich eine Revision forderten. In einer konzertierten Aktion wurde die Politik von den Nachteilen der seit 2007 geltenden 6-Tage-Regelung überzeugt. Den Tourismuspolitikern wurde die Bedeutung des Busses für die Erschließung touristischer Destinationen und die kontraproduktiven Auswirkungen der 6-Tage-Regelung aufgezeigt. Wichtig war ferner, dass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse dafür gibt, dass die 6-Tage-Regelung sicherer wäre, als die bewährte 12-Tage-Regelung. Es ist im Interesse der Busunternehmen und deren Fahrpersonal gelungen, eine fraktionsübergreifende Allianz zu schmieden, in der gerade auch die sozial orientierten Politiker und die Sozialpartner eingebunden werden konnten.

"Nun ist es amtlich: Die Busunternehmer können die neue Regelung ab dem 4. Juni 2010 anwenden. Wir möchten an dieser Stelle den maßgeblichen Politikern danken, für ihre Weitsicht innerhalb eines für parlamentarische Verfahren sehr kurzen Zeitraumes diese Revision durchzuziehen. Immerhin handelt es sich um ein mehrstufiges Verfahren, das das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und den Ministerrat sowie die Überzeugung der nationalen Regierungen umfasste. Wir möchten hier auch den hartnäckigen und fachlich versierten Einsatz unserer Geschäftsführer und Rechtsexperten besonders anerkennen, der maßgeblich zu dieser Lösung beigetragen hat", so bdo-Präsident Wolfgang Steinbrück und RDA-Präsident Richard Eberhardt.

Die wesentlichen Eckpunkte der neuen Regelung sind:

Fahrer können die wöchentliche Ruhezeit nach spätestens 12 Tagen unter folgenden Voraussetzungen einlegen:

Wenn die Busreise ins europäische Ausland geht und dort mindestens 24 ununterbrochene Stunden dauert und es sich dabei um eine einzige Reise handelt.

Ab dem 1.1.2014 gilt die 12-Tage-Regelung nur, wenn die eingesetzten Busse mit einem digitalen Tacho ausgestattet sind.

Ab dem 1.1.2014 müssen bei Nachtfahrten (22:00 Uhr bis 6:00 Uhr) entweder zwei Fahrer im Bus sein (Mehrfahrerbesatzung) oder die Fahrtunterbrechung (Pause) muss bereits nach 3 Stunden Lenkzeit eingelegt werden.

Im Hinblick auf eine EU-weite Sonderregelung der Sozialvorschriften für Busfahrer, die den besonderen Anforderungen und Profilen dieser Tätigkeit und des Wirtschaftsbereiches hinreichend gerecht wird, wollen bdo und RDA auf dem erfolgreichen politischen Verfahren aufbauen: „Aufgrund der einmaligen und im politischen Rekordtempo erreichten Revision haben wir die Hoffnung, eine umfassende, gesonderte Regelung der Tätigkeit der Busfahrer zu erreichen“, so die beiden Präsidenten von RDA und bdo.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



15.06.2009



Negative Auswirkungen der EU-Sozialvorschriften bestätigt

Wenige Monate nach dem Beschluss zur Einführung neuer europäischer Sozialvorschriften forderte der Deutsche Bundestag die Bundesregierung auf, bis zum Ende der Legislaturperiode einen Bericht zu den Auswirkungen der neuen EG-VO 561/2006 vorzulegen. Ausschlaggebend für dieses Vorgehen waren die Befürchtungen des Busgewerbes, insbesondere durch den Wegfall der 12-Tage-Regelung hohe finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen. Nunmehr wurde der Bundestag durch die Bundesregierung unterrichtet (Drs. 16/13127). Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) sieht sich mit seiner Auffassung bestätigt.

Die von der dwif-Consulting GmbH durchgeführte wissenschaftliche Untersuchung kam dabei u.a. zum Ergebnis, dass der Wegfall der 12-Tage-Regelung von den Busunternehmen als auch vom Fahrpersonal als besonders negativ eingestuft wurde. Hochrechnungen zufolge muss das Gewerbe durch die Änderung der Lenk- und Ruhezeiten jährlich 52,4 Mio € zusätzlich aufbringen. Insbesondere kleinere Unternehmen, Unternehmen mit niedrigen Nettogesamtumsatz und Unternehmen mit Schwerpunkt Gelegenheitsverkehr sind davon kostentechnisch am stärksten betroffen.

Auch das Fahrpersonal nahm empfindliche Einschnitte hin. Einhergehend mit einem geringeren Bruttomonatslohn, sank die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden. Gleichzeitig stiegen Wochenruhezeiten die außerhalb des Wohnortes und damit auch außerhalb der Familie genommen werden mussten.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) sieht sich damit in seiner Einschätzung bestätigt, das der Wegfall der 12-Tage-Regelung wirtschaftlich negative Auswirkungen für das Gewerbe hat. Eine Studie im Auftrag des Europäischen Parlamentes kam zu ähnlichen Ergebnissen. Der Dank des bdo geht vor allem an den Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, der sich maßgeblich für diese Untersuchung einsetzte und in der Folge auf eine Änderung der Sozialvorschriften drängte. Zwischenzeitlich wurde mit Unterstützung der Bundesregierung und europäischer Abgeordneter in Brüssel eine Modifizierung der Sozialvorschriften beschlossen. Das Votum des Verkehrsministerrates steht noch aus, allerdings rechnen alle am Verfahren Beteiligten mit einer modifizierten Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung im Jahr 2010. Unabhängig davon setzt der bdo sich in Brüssel und Berlin weiter für eine eigene Fahrpersonalverordnung ein, um eine ausreichende Flexibilität für die Bustouristik zu gewährleisten.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



24.04.2009



Modifizierte 12-Tage-Regelung in Sicht

Mit Inkrafttreten der neuen europaweit einheitlichen EG-Sozialvorschriften zum 11. April 2007 kam es zu gravierenden Änderungen innerhalb der Lenk- und Ruhezeiten. Insbesondere der Wegfall der 12-Tage-Regelung bereitet vielen Busunternehmen massive Probleme. Neben einem Verlust der Flexibilität gingen touristische Leistungsangebote zurück, die Umsatzausfälle für die Busunternehmen und die touristischen Zielgebiete zur Folge haben. Die Durchführung längerer Urlaubsreisen ist nun mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden, die am Markt kaum umgesetzt werden können.

Auch für das Fahrpersonal hatte sich die Situation drastisch verschlechtert. Nunmehr sind sie gezwungen, Ruhezeiten unterwegs und nicht wie früher zu Hause bei ihren Familien zu nehmen. Hinzu kommen Einkommensverluste von mehreren Hundert Euro monatlich. Darüber hinaus liegen keinerlei Erkenntnisse vor, dass die derzeitige 6-Tage-Regelung mehr Sicherheit bietet, als die bewährte frühere 12-Tage-Regelung.

Von Anfang an haben sich der RDA und der bdo für eine Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung im Bustourismus ausgesprochen. Auf allen politischen Ebenen wurde aktiv dafür gearbeitet, sei es in Brüssel, Berlin oder Prag. Nun sieht die Branche Licht am Horizont. Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich Ende März mit großer Mehrheit für eine modifizierte Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung im Bustourismus ausgesprochen. Zuvor hatte die EU-Kommission eine modifizierte 12-Tage-Regelung vorgeschlagen. Im Vorfeld hatte der Ausschuss der ständigen Vertreter der EU-Staaten, das sogen. Straßenverkehrs-Paket angenommen und damit die Voraussetzung seitens des Rates geschaffen.

Das Europäische Parlament folgte in seiner Sitzung vom 22. April der Empfehlung des Verkehrsausschusses und wir gehen davon aus, dass der Verkehrsministerrat abschließend zustimmt. Sollten keine weiteren Hindernisse auftauchen, steht der neuen 12-Tage-Regelung nichts mehr im Weg.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



01.04.2009



Der Verkehrsausschuss beschließt die Einführung einer modifizierten 12-Tage-Regelung

Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich gestern(31.03.2009) mit großer Mehrheit für eine modifizierte Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung im Bustourismus ausgesprochen. Zuvor hatten EU-Verkehrsministerrat und EU-Kommission im sogenannten Trilog-Verfahren bereits einer modifizierten, neuen 12-Tage-Regelung zugestimmt. Am Freitag, den 27. März, hatte der Ausschuss der ständigen Vertreter der EU-Staaten, das sogenannte Straßenverkehrs-Paket angenommen und damit die Voraussetzung seitens des Rates geschaffen.

Der Internationale Bustouristik Verband (RDA) und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) erwarten, dass nun das Europäische Parlament in seiner Sitzung am 22. April der Empfehlung des Verkehrsausschusses folgen wird und das der Verkehrsministerrat abschließend zustimmt. Sollten keine weiteren Hindernisse auftauchen, so steht der neuen 12-Tage-Regelung nichts mehr im Weg.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



Kommentar Admin:

(Das heißt also für uns Reisebusfahrer: Nach einer Sizilien-Rundfahrt haben wir wieder zwei Wochenruhezeiten zu Hause und nicht in Sizilien!)



22.01.2009



Umsetzung der parlamentarischen Beschlüsse gefordert

Mit Beginn der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft hat der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) und der Internationale Bustouristikverband (RDA) die Europäische Kommission und den EU-Verkehrsministerrat aufgefordert, endlich die Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung für Busfahrer im Rahmen der EG-Sozialvorschriften in Kraft zu setzen. Gemeinsam mit weiteren nationalen Busverbänden, die unter dem Dach der International Road Transport Union (IRU) zusammengeschlossen sind, kritisieren beide Verbände das schleppende Verfahren in Brüssel.

Mit Inkrafttreten der neuen europaweit einheitlichen EG-Sozialvorschriften zum 11. April 2007 kam es zu gravierenden Änderungen innerhalb der Lenk- und Ruhezeiten. Insbesondere der Wegfall der 12-Tage-Regelung bereitet seitdem vielen Busunternehmen massive Probleme. Neben einem Verlust der Flexibilität gingen touristische Leistungsangebote zurück, die zweistellige Umsatzausfälle für die Unternehmen zur Folge hatten. Die Durchführung längerer Urlaubsreisen ist nun mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden, die am Markt kaum umgesetzt werden können.

Auch für das Fahrpersonal hat sich die Situation drastisch verschlechtert. Nunmehr sind sie gezwungen, Ruhezeiten unterwegs und nicht wie früher zu Hause bei ihren Familien zu nehmen. Hinzu kommen Einkommensverluste von mehreren Hundert Euro monatlich. Diese Umstände waren Grund genug, dass sich die Sozialpartner auf eine modifizierte Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung einigten. Diesem Kompromiss schloss sich das Europäische Parlament Anfang Juni 2008 mit überwältigender Mehrheit an.

Seit mehr als einem halben Jahr steht nun der Beschluss der Europäischen Kommission und des Verkehrsministerrates zur Wiedereinführung einer modifizierten 12-Tage-Regelung aus. „Das ist nicht mehr tragbar. Die Unternehmen benötigen eine klare Aussage wie es in der Zukunft weitergeht“ kritisieren bdo und RDA. Die Kritik wird ausdrücklich auch von den europäischen Organisationen der Reisebüros und Reiseveranstalter (ETOA, ECTAA) mit getragen.

Dass in der Branche ernste Probleme auftreten, ist auch dem Deutschen Bundestag bewusst. Dieser fordert ebenfalls die Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung. Zudem hat die Bundesregierung eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit den Auswirkungen durch den Wegfall dieser Regelung befasst. Ergebnisse hierzu werden noch vor Ablauf der laufenden Legislaturperiode erwartet.

Quelle: Pressemeldung bdo-online.de



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©2005-2017 Frank Jeschke / Infoseite für Reisebusfahrer

Erstellt am:
  28.05.2005
Letzte Aktualisierung:
  31.08.2017 16:16:49